Eine Studie der PKV zur Arzneimittelversorgung zeigt Kostensteigerung

by Torsten on April 12, 2012

Die Ausgaben für Arzneimittel der privaten Krankenversicherungen – so eine Studie des WIP (Wissenschaftlichen Instituts der PKV), die für das Jahr 2010 in Auftrag gegeben wurde – zeigt, dass die Kosten für Arzneimittel gestiegen sind und damit einen hohen Kostenfaktor darstellen.

Mehr als 44,6 Millionen Verordnungen für Arzneimittel wurden vom Wissenschaftlichen Institut des PKV für die Studie ausgewertet. Diese Verordnungen, die zur Kostenerstattung eingereicht wurden, kamen aus zwölf privaten Krankenversicherungen und wurden für die Studie “Arzneimittelversorgung der Privatversicherten 2010 im Vergleich zu den gesetzlichen Krankenkassen“ ausgewertet. Die Angaben für die Untersuchung würden gut 62 % der bei den PKVs Versicherten repräsentieren – so das Institut.

Trotz weniger Verordnungen steigen die Ausgaben für Arzneimittel

Während für jeden Versicherten im Jahre 2005 etwa 214,74 Euro für Arzneimittel aufgewendet werden mussten, waren dies im Jahre 2010 bereits 270,41 Euro. Damit stiegen die Kosten für Arzneimittel um etwa 2,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Die gestiegenen Kosten resultieren nicht etwa daraus, dass die Verordnungen mehr geworden sind – das Gegenteil ist der Fall. Sinkende Verordnungen stehen steigenden Ausgaben für Arzneimittel gegenüber. Festzuhalten ist, dass ein Rückgang der Verordnungen von Antibiotika, Erkältungsmitteln sowie von homöopathischen Arzneimitteln zu sehen ist.

Bei Medikamenten, die verschreibungspflichtig sind, wurde in den letzten Jahren der höchste Preisanstieg festgestellt und zwar für die, die keinen Festbetrag in der GKV haben. Dagegen ist der Anteil von nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten gesunken; diese Medikamenten machen jedoch mehr als ein Drittel der Verordnungen aus, die bei den PKVs eingereicht werden, so Dr. Frank Wild, der Studienleiter.

Der Vergleich von PKV und GKV

Im Jahre 2010 lagen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen die Kosten für Arzneimittel bei 432,36 Euro je versicherte Person. Gegenüber der PKV ist dies ein deutlich höherer Kostenfaktor als bei der PKV. Das resultiert daraus, dass ein höherer Kostenanteil, so das WIP, für Versicherungsnehmer, die beihilfeberechtigt sind auch von der Beihilfe die Übernahme stattfindet. Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung war bei der gesetzlichen Krankenversicherung der Anstieg der Kosten für Arzneimittel niedriger und lag nur bei einem Prozent. Dieser niedrige Anstieg der Kosten soll aus den hohen Herstellerrabatten resultieren, die zwischen den gesetzlichen Krankenversicherungen und den Herstellern vereinbart werden, im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung,  die den erhöhten Herstellerrabatt nicht haben. Vor dem Wechsel wird ein Krankenversicherung Vergleich empfohlen.

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